Geschichte der Pfarrei St. Johannes d. Täufer Reuth
Reuth erscheint als Zuegastesruith in jener Schenkungsurkunde vom 13. Juli 1062, durch die der Königshof Forchheim mit allen zugehörigen Ortschaften und Besitzungen mit dem Bistum Bamberg vereinigt wurde.
Ein gleichnamiges Edelgeschlecht hatte in Reuth seinen Sitz.
In Reuth war auch eine bischöfliche Burg mit einem Amtssitz. Die Burg Reuth gehörte zum bischöflichen Tafelgut und diente den Bischöfen auch zu vorübergehendem Aufenthalt. Vermutlich wurde die Burg im 30-jährigen Krieg zerstört, ganz Reuth ging in Flammen auf. Eine Kirche oder Schlosskapelle besaß Reuth schon im 14. Jahrhundert; 1344 wird Heinrich Zucklein Kaplan in Rewt genannt.
Nach der Pfarrbeschreibung von 1520 gehörte die Pfarrei Reuth zum Archidiakonat Hollfeld. Am 10. März 1708 haben Pfarrer und Gemeinde das Bamberger Domkapitel um eine Beisteuer zur Erbauung ihres ruinierten Kircheleins ohne ersichtlichen Erfolg gebeten. 1712 ließ der Pfarrer die Kirche halb einbrechen.
Die Baurechnung von 1713 unterrichtet über den Neubau der Reuther Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Architekt der Reuther Pfarrkirche war Ingenieur Johann Friedrich Rosenzweig(+1756) aus Bamberg; Maurermeister war Christoph Leittner und Michael Muck sein Polier. Der Turm wurde erst 1717 errichtet. Die Innenausstattung zog sich mehrere Jahre hin. 1721/32 wurde die Kanzel gebaut, 1735 konnte die Orgel durch den Bamberger Orgelbauer Johann Kremer gebaut werden, Hochaltar und Kanzel gestaltet Bildhauer und Maler Konrad Schleuning aus Pottenstein.
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